Eugène Isabey (1803-1886): Schiffbruch des Dreimasters ›Emily‹ im Jahr 1823, 1865, Musée d´arts de Nantes, Foto Gérard Blot/Agence photographique de la Réunion des Musées Nationaux - Grand Palais des Champs Elysées

Entfesselte Natur
Das Bild der Katastrophe seit 1600

Hamburger Kunsthalle

Ob Vulkanausbrüche, Feuersbrünste, Überschwemmungen, Erdbeben oder Schiffbrüche: Katastrophen sind allgegenwärtig. Sie sind unberechenbar, oft existentiell, wiederholen sich in steter Regelmäßigkeit und prägen so unser Leben. Die Bilder, die wir uns von diesen Katastrophen machen und die unsere Wahrnehmung beeinflussen, gehen auf eine jahrhundertelange Tradition künstlerischer Katastrophenbilder zurück. Nahezu 200 Werke spannen einen Bogen von 1600 bis in die aktuelle Gegenwart und erzählen eindrücklich, wie Künstler_innen früher und heute unsere Bilder und Vorstellungen von Naturkatastrophen maßgeblich geformt haben. Bei allen Unterschieden in der Darstellung durch die Jahrhunderte hinweg wird dabei eines sehr deutlich: Die Bilder lassen uns nicht kalt. Sie ziehen uns in ihren Bann, appellieren an unser Gefühl und regen zum Nachdenken an – über uns und über die Welt, in der wir leben.


Wanderlust. Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir Caspar David Friedrichs «Wanderer über dem Nebelmeer»
Wanderlust. Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir Caspar David Friedrichs «Wanderer über dem Nebelmeer»

Wanderlust. Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir

Alte Nationalgalerie Berlin
10. Mai bis 16. September 2018

Die Alte Nationalgalerie widmet dem Motiv des Wanderns mit «Wanderlust. Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir» eine eigene Ausstellung. Wandern wird im 19. Jahrhundert zu einem zentralen Motiv in der Malerei.

Das Wandern stellt aber nicht nur eine Form der körperlichen Ertüchtigung dar, sondern steht auch sinnbildlich für die Erkundung von neuen Wegen dar. Strömungen wie der «Sturm und Drang» und die Naturverbundenheit der Romantik lassen das Wandern populärer werden. Heute steht das Wandern für Entschleunigung - es ist eine bewusste Entscheidung in einer Welt zu Fuß zu gehen, in der es so viele Fortbewegungsmöglichkeiten gibt. Die Alte Nationalgalerie widmet diesem Thema ab Mai 2018 eine Sonderausstellung.

Jackie Kennedy und ihre Schwester Lee Radziwill in der St. Patrick’s Cathedral, New York, 7./8. Juni 1968 © Archiv Robert Lebeck © Archiv Robert Lebeck

Jackie Kennedy und ihre Schwester Lee Radziwill in der St. Patrick’s Cathedral, New York, 7./8. Juni 1968 © Archiv Robert Lebeck © Archiv Robert Lebeck

Robert Lebeck - 1968

Kunstmuseum Wolfsburg
04.03.2018 – 23.09.2018

„Das Jahr der Studentenunruhen fand ohne mich statt“, so resümiert der deutsche Fotograf, Bildjournalist und Sammler Robert Lebeck (1929–2014) in den „Erinnerungen eines Fotoreporters“ seine Erfahrung des Jahres 1968: „Als in Paris die Barrikaden brannten, arbeitete ich in Florida an einer Serie über zwei ermordete Studentinnen; während Studenten vor dem Springer-Hochhaus demonstrierten, fotografierte ich die Taufe von Hildegard Knefs Kind; und als die Russen in Prag einmarschierten, begleitete ich gerade den Papst nach Bogotá.“

Bei genauerer Betrachtung der Kontaktbogen, Fotoabzüge sowie Reportagen von Robert Lebeck, die in eben diesem epochemachenden Jahr für den „Stern“, eine der damals auflagenstärksten Illustrierten Deutschlands, entstanden sind und in dieser Ausstellung erstmals umfassend präsentiert werden, zeigt sich allerdings, wie sehr sich entgegen der Einschätzung des Fotografen die gesellschaftlichen Veränderungen in seinen pointierten Aufnahmen spiegeln. In der Ausstellung „Robert Lebeck. 1968“ werden – fünfzig Jahre später – die im mythisierenden Rückblick bislang nicht immer wahrnehmbaren roten Fäden des Jahres zwischen Aufbruch, Protest, Beharren und Scheitern anhand beispielhafter Fotografie-Serien sichtbar, die Robert Lebeck in New York, Bogotá, Kassel, Belfast oder Wolfsburg erstellt hat.

BREAKING POINT/SPACE [SPACE] STREET. LIFE. PHOTOGRAPHY STREET PHOTOGRAPHY AUS SIEBEN JAHRZEHNTEN

8. JUNI – 21. OKTOBER 2018 IM HAUS DER PHOTOGRAPHIE

Maciej Dakowicz: Ohne Titel, aus der Serie: Cardiff After Dark, 2005-2011 © Maciej Dakowicz

Maciej Dakowicz: Ohne Titel, aus der Serie: Cardiff After Dark, 2005-2011 © Maciej Dakowicz

Der »urban space« − die unmittelbar erfahrbare städtische Lebenswelt − ist eines der wohl schillerndsten Sujets innerhalb fotografischer Bildwelten. Die Ausstellung [SPACE] STREET. LIFE. PHOTOGRAPHY beleuchtet im Rahmen der 7. Triennale der Photographie Hamburg 2018 eines der spannendsten Themen der Fotografie im 20. und 21. Jahrhundert: die Street Photography.

Die Ausstellung umfasst 52 fotografische Positionen mit über 320 Werken, die in sieben kaleidoskopartig angelegten Kapiteln zentrale Themenfelder der Street Photography zusammenfasst: Street Life, Crashes, Public Transfer, Urban Space, Lines and Signs, Anonymity und Alienation.

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